Erlöserkirche

Der erste Gottesdienst in der Erlöserkirche fand am 6. Juni 1912 statt. Das alte Kirchlein an der Rekumerstraße (gebaut 1855) war für die über 700 Gemeindeglieder zu klein geworden.

Die Erlöserkirche (neugotischer Baustil) hat eine ausgesprochene „Schauseite“: Zwei schön gestaltete Quergiebel mit dem an die linke Seite gerückten Turm beherrschen das Bild zum Parkplatz hin. Die Backsteinfläche wird gegliedert durch Putzflächen, Werksteine und die Emporenfenster.

Entschließt man sich zu einem Rundgang um die Kirche, so stellt man fest, dass die Erlöserkirche zwei vernachlässigte Seiten hat. Diese werden aber im Innenraum durch Altarbild und Fenster besonders betont.

Die drei großen Glocken (650 kg, 1,0 t, 1,6 t) wurden 1911 beim Bochumer Verein gegossen, die kleine Betglocke datiert um 1860. Die mechanische Turmuhr von 1934 ist ein handwerkliches Meisterstück.

Im denkmalgeschützten Innenraum ist eine geschlossene typische Jugendstil-Bemalung zu sehen. Beherrschend in der Erlöserkirche ist der Chorraum. Hier bilden Altar und Kanzel ein konkurrierendes Paar. Bescheiden diesen zugeordnet ist der Taufstein, eine Stiftung des Gustav-Adolf-Frauenvereins in Magdeburg. Im hohen Chorraum dominiert das Wandgemälde von Heinrich Rüter (1877-1955) im
Nazarener-Stil. Der übergroße Christus, der auf der Stadtmauer steht, verweist auf seine Einladung: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ (Mt 11,28).

Die großen Fenster wurden im Stil alter Kirchenfenster gestaltet. Die zwei dreistufigen Bildfelder stellen mit den Geschichten von Ostern und Pfingsten Mittelpunkte der Heilsgeschichte dar.

Die 1993 in Dienst genommene neue Mühleisen-Orgel (Straßburg) orientiert sich klanglich an der Orgelreform von A. Schweitzer und E. Rupp. Die 20 Register, davon 16 reelle, erlauben alle Verbindungsmöglichkeiten und können im Gemeindegesang und konzertant eingesetzt werden.

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Erlöserkirche, Haltern am See

Hennewiger Weg 8, 45721 Haltern am See