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"Der Hut des Präsidenten" von Antoine Laurain - Dritter Literaturgottesdienst -

Zum Autor Antoine Laurain und dem Buch „Der Hut des Präsidenten“

Der Autor unseres Buches Antoine Laurain, geboren Anfang der siebziger Jahre in Paris arbeitete dort als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler. Seit 2007 feierte er mit seinen bisher erschienenen 6 Büchern als Schriftsteller nicht nur in Frankreich große Erfolge. In deutscher Übersetzung erschienen bisher:
Liebe Mit zwei Unbekannten“, „Der Hut des Präsidenten“ und „Das Bild aus meinem Traum“.

Zum Buch: Hauptprotagonist des Buches ist ein ganz besonderer Hut.
Daniel Mercier ist außer sich vor Aufregung. Am Nachbartisch in seiner Lieblingsbrasserie lässt sich Präsident Mitterand mit zwei Begleitern nieder. Als der Präsident beim Aufbruch seinen Hut vergisst, nimmt ihn Daniel völlig fasziniert an sich.
Der Filzhut mit den eingeprägten goldenen Initialen seines Besitzers ändert schlagartig Daniels Leben. Der Hut verleiht ihm Aufschwung und gibt ihm das nötige Selbstbewusstsein, das er so lange gesucht hat. Wir begleiten Daniel und gleichzeitig diesen Hut, der scheinbar planlos von Kopf zu Kopf wandert, der dabei das Leben derer, die ihn tragen, von Grund auf verändert und seinen jeweiligen Trägern Mut und Lust gibt ihre Träume zu verwirklichen, ihr Leben neu zu denken und zu verändern. All diese so unterschiedlichen Menschen tragen jeweils bestimmte Sehnsüchte und Wünsche in sich, ob es dabei um Arbeit, Familie, Politik, Gesundheit oder die Liebe geht. Und jeder von ihnen fühlt sich mit dem Hut des Präsidenten stärker, beschwingter und mutiger. Dabei stecken diese Fähigkeiten eigentlich alle in ihnen. Der Autor gibt kurze Einblicke in das Leben von fünf völlig verschiedenen Menschen. Der Hut bleibt der rote Faden in dieser Erzählung, doch es entstehen auch lockere Verbindungen zwischen den einzelnen geschilderten Charakteren und Schicksalen. Der Hut des Präsidenten scheint über geheimnisvolle Kräfte zu verfügen, aber im Grunde genommen bedarf es wirklich nur einer Sache, nämlich dem Glauben an sich selbst.
Vielleicht braucht man ab und zu einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, vielleicht bedarf es manchmal eines Zufalls, einer glücklichen Eingebung oder einfach nur einer kleinen Veränderung, aber im Endeffekt kann man alles erreichen, wenn man an sich selbst glaubt. Begeistert uns der Autor schon von der ersten Seite an mit dieser Geschichte, setzt er zum Ende nochmal eins drauf, denn der Abschluss dieses Buches ist überraschend, und mit einem Augenzwinkern völlig unerwartet.